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Stromstöße im Flugzeug
Geschrieben von Clarice   
Dienstag, 8. Juli 2008

ImageMehr Sicherheit im Flugverkehr durch elektrische Armbänder

Sicherheit hat oberste Priorität, vor allem seit den Terroranschlägen des 11. Septembers. Vor allem in Flugzeugen herrscht große Angst vor Terroristen.
Ein US-Innenministeriumsabgeordneter fordert deshalb eine spezielle Sicherheitsmaßnahme: Armbänder, die jeder Passagier tragen muss, die Stromstöße aussenden können, die den verdächtigen Terroristen mehrere Minuten außer Gefecht setzen. Die "elektrische Fessel" wurde vom US Department of Homeland Security (DHS) entwickelt und ist ein wahres Multitalent: sie kann zudem Daten über den Flugreisenden speichern und als Ticket genutzt werden, und selbstredend kann das Flughafenpersonal damit auch jeden Schritt eines Passagiers überwachen.


In einem kurzen Werbevideo werden die Vorzüge der Armbänder erklärt: selbst die besten Detektoren beim Check-In und die neuesten biometrischen Erkennungssysteme können nicht verhindern, dass dennoch ein Terrorist an Bord kommen könnte. Und was dann? Selbst wenn ein Polizist mitfliegt, kann er ja nicht einfach auf seinen Gegner schießen, da erstens leicht das Flugzeug beschädigt werden oder ein Fluggast verletzt werden könnte. Die Armbänder ("EMD Safety Bracelets") hingegen stellen eine bequeme, fernsteuerbare Lösung dar.

 
Atomkraft - Lösung der Energiekrise oder unverantwortliches Risiko?
Geschrieben von Clarice   
Samstag, 5. Juli 2008

ImageEnergiekonsens im Gespräch


Dass die Öl- und Gaspreise von Jahr zu Jahr steigen, ist nichts Neues. Dass manche Anbieter aber Preissteigerungen von bis zu 30% (!) vornehmen, ärgert so manchen Verbraucher - für andere kann das sogar erhebliche Einschränkungen bedeuten, muss eine Familie doch mit etwa 400€ Zahlungen im Jahr mehr rechnen.
Im Moment liegt der Ölpreis bei 145$ pro Fass, laut der DENA (deutsche Energieagentur) seien sogar eines Tages 250$ möglich.

In vielen anderen europäischen Ländern wie Frankreich klammert sich die Nation an Atomkraftwerke, nur in Deutschland herrscht Uneinigkeit: Die SPD verteidigt hartnäckig den Atomausstieg, während die Union ihn für unverantwortlich gegenüber den Verbrauchern hält.
Der SPD-Politiker Erhard Eppler könnte sich als erster Sozialdemokrat nun einen Kompromiss vorstellen, um den Umstieg auf erneuerbare Energien noch etwas aufzuschieben und die Atomkraftwerke einige Jahre länger als geplant laufen zu lassen, jedoch keinesfalls neue zu bauen.
Epplers Parteikollegen sind anderer Meinung; wie beispielsweise Hubert Heil: "Ich wünsche der CDU gute Reise, wenn sie sich weiter als Atomsekte aufführt." Er fordert, dass der geplante Ausstieg aus der Atomenergie endlich vollzogen wird und die Nation nicht noch einmal durch diese Streitfrage gespalten wird.

Umweltsstaatssekretär Michael Müller fordert indes, dass Familien mit geringem Einkommen dabei unterstützt werden, energiesparende Haushaltsgeräte zu erwerben, um besser mit den steigenden Strompreisen umgehen zu können.

 
NS-Kriegsverbrecher nach 66 Jahren endlich vor Gericht?
Geschrieben von Clarice   
Samstag, 21. Juni 2008

Image875.000 Morde und ein Freispruch

"Iwan der Schreckliche" wurde er von seinen Opfern genannt, weil er KZ-Insassen grausam verstümmelte und Vergewaltigungen erzwang. Iwan Demjanjuk soll 1942/43 an 875.000 Morden beteiligt gewesen sein - aber der 88Jährige ist ein freier Mann, lebt ein völlig uneingeschränktes Leben in den USA. Wie kann das sein?

1988 kam es zwar zum Prozess und Demjanjuk wurde in Israel sogar zum Tode verurteilt, doch die Strafe wurde nie vollzogen. Nach sechs Jahren wurde er wieder freigesprochen, da die Richter daran zweifelten, dass er tatsächlich "Iwan der Schreckliche" sei. Der 500 Seiten umfassende Urteilsspruch endet wie folgt: "Die völlige Wahrheit zu finden, ist nicht die Aufgabe der menschlichen Richter."

Nachdem er freigesprochen wurde, kehrte er in die USA zurück. Er behauptete, er sei in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten. In Wahrheit hatte er sich freiwillig für die SS gemeldet und war Hilfswilliger in mehreren KZs. Als diese Tatsache ans Licht kam, wurde ihm die Staatsbürgerschaft entzogen, doch so sehr die USA ihn auch loswerden will: kein anderes Land hat sich bereit erklärt, Demjanjuk aufzunehmen.

Für viele Opfer ist schlicht unbegreiflich, wie der Mann, der auf der Liste der meistgesuchten NS-Kriegsverbrecher auf Platz zwei rangiert (nach Alois Brunner, der 180.000 Menschen deportieren ließ), noch immer in Freiheit leben kann.
Vielleicht ist es tröstlich, dass vor kurzem ein Vorermittlungsverfahren von der "Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen" eingeleitet wurde. Die Hoffnung, dass Iwan der Schreckliche doch noch in Deutschland verurteilt wird, wenn auch mit fast 90 Jahren, flammt wieder auf. Es sind Dokumente aufgetaucht, die belegen, dass Demjanjuk im Vernichtungslager Sobibor am Mord an 25.000 Menschen beteiligt war, darunter vor allem Frauen, Kinder und Greise.

Woran könnte es also noch scheitern? Der "Wachmann" ist kein Deutscher und hat seine Straftaten nicht auf deutschem Boden verübt, sondern "nur" in deutschem Auftrag. Sollte es allerdings zu einer Verurteilung kommen, könnte das für die zahlreichen anderen Kriegsverbrecher im Ausland schwere Konsequenzen haben.

 
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