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Geschrieben von Clarice
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Donnerstag, 22. Januar 2009 |
CIA darf mutmaßliche Terroristen nicht mehr foltern
"Mr. Change" hat an seinem ersten Tag im Amt den Schließungsbefehl für Guantanamo unterzeichnet: Obama gibt den Geheimdiensten ein Jahr Zeit, die wenigen echten Terroristen an einen sicheren Platz und die restlichen Gefangenen in ihre Heimat, eine andere US-Haftanstalt oder ein drittes Land zu bringen.
Aber nicht nur das, auch die geheimen CIA-Gefängnisse ("Black Sites") sollen aufgelöst werden. Zum ersten Mal bestätigt ein US-Präsident die Existenz dieser Orte, an denen "High Value Detainees" verwahrt werden. oft ranghohe Mitglieder terroristischer Gruppen. Außerdem dürfen keine Foltermethoden mehr angewandt werden. In einigen der Geheimgefängnisse wurde beispielsweise das Waterboarding eingesetzt, bei dem das Ertrinken simuliert wird und so echte Todesangst entsteht. Die Methode zählt zu den weißen Foltern, also nicht nachweisbaren, keine Spuren hinterlassenden Verfahren.
Die CIA wird aber nicht sämtlicher ihrer Befugnisse beraubt: Verdächtige zu entführen und kurzzeitig festzuhalten ist nach wie vor erlaubt. |
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Geschrieben von Clarice
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Dienstag, 20. Januar 2009 |
Ertragreichere Pflanzen sollen Dritte-Welt-Länder ernähren
Bekanntlich wird ja fast die komplette Bushregierung abgesetzt, einige wenige dürfen ihr Amt allerdings behalten, so auch Nina Fedoroff, Clintons Wissenschaftsberaterin.
Ihrer Meinung nach hat Europa einen großen Fehler begangen, als es genveränderte Pflanzen ablehnte. Die Versorgung der vielen hungernden Menschen weltweit könne nur mit Pflanzen bewältigt werden, die besonders resistent gegen Dürren und Schädlinge sind und mehr Ertrag bringen als auf herkömmliche Weise gezüchtete. Die westliche Welt soll nur an sich gedacht haben und gemeint, sie bräuchten keine Agrarforschung mehr zu betreiben, was sich inzwischen als mehr als falsch herauskristallisiert hätte. Europa hätte "seine eigenen Sicherheitsinteressen verraten".
Außerdem warnt sie, dass durch die Gentechnikfeindlichkeit die Welternährung in private Hände fällt: Gentechnik wird an den Universitäten kaum unterstützt, sodass die fähigen Wissenschaftler sich an große Firmen wenden. Würde der Staat die Forschungen in diesem Bereich bezuschussen, könnte er diese Privatisierung verhindern. |
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Geschrieben von Clarice
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Montag, 19. Januar 2009 |
Einführung der 100 Billionen-Dollar-Note als Zeichen einer echten Hyperinflation
Das sind ausgeschrieben: 100.000.000.000.000$... Mehrmals täglich steigen die Preise (ca. alle 32 Stunden eine Verdopplung), sodass unglaubliche 100 Billionen Dollar umgerechnet gerade mal 230€ wert sind. Die Inflationsrate betrug letzten Juli 231 Millionen Prozent und kann heute noch viel höher eingeschätzt werden. Die neuen Scheine, darunter auch 10 und 20 Billionen Dollar, sollen dem "Komfort der Bürger" dienen.
Das afrikanische Land, das früher einmal ein echter Modellstaat war ("Die Kornkammer Afrikas"), leidet nicht nur unter einer extremen Inflation, sondern wurde in letzter Zeit auch von einer Choleraepidemie heimgesucht. Als schuldig wird Präsident Robert Mugabe (84) befunden, der 2000 tausende Farmer enteignete und so die ausländischen Investoren vergraulte: die Landwirtschaft brach ein. Nicht seine einzige wenig glorreiche Tat in 28 Jahren als Diktator: wegen Menschenrechtsverletzungen wurde Simbabwe aus dem Commonwealth ausgeschlossen, die Queen entzog ihm seine Ritterschaft und sämtliche EU-Nationen fordern seinen sofortigen Rücktritt. Er ist auch dafür bekannt, einen enormen Personenkult um sich zu betreiben, ließ zum Beispiel einen Stammbaum anfertigen, um zu beweisen, dass er von Königen abstammt - damit rechtfertigt er seine Herrschaft auf Lebenszeit. Auf den Lehrplänen stehen Gedichte und Lobeshymnen, die seine Taten verherrlichen.
1990 wollte er die Spuren der Kolonialherrschaft beseitigen und das von Weißen bewirtschaftete Land Schritt für Schritt an Schwarze zurückgeben, zunächst durch freiwillige Verkäufe. Anstatt das Land gerecht zu verteilen, überschrieb er es Bekannten, sodass viele ehemaligen Farmarbeiter arbeitslos wurden. Gewalttätige Auseinandersetztungen resultierten in Toten, zusätzlich soll Mugabe Kriegsveteranen gegen die weißen Farmer aufgehetzt haben. Durch die Abgrenzung vom Rest der Welt, vor allem durch die gestrichenen Kredite, verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation zunehmend und solange Mugabe Präsident bleibt, gibt es wenig Hoffnung auf Besserung. Bei den Wahlen 2002 ereignete sich ein harter Kampf zwischen Mugabe und seinem Konkurrenten Morgan Tsvangivai von der MDC (Movement for Democratic Change); Mugabe siegte, soll die Wahlen aber manipuliert haben. Auch 2005 gewann die ZANU (Zimbabwe African National Union) und sicherte sich durch zusätzlich selbst vergebene Sitze eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. 2008 drohte Mugabe den Oppositionellen mit Mord, vertrieb 200.000 Menschen aus ihren Häusern und ließ weitere Tausende mit paramilitärischen Gruppen gewaltsam einschüchtern, sodass Tsvangivai seine Kandidatur aufgeben musste. 2008 einigten sich Mugabe und Tsvangivai unter dem südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki auf eine Machtteilung; genauere Details dazu stehen allerdings noch nicht fest.
Offizielle Daten zu den Missständen des Landes gibt es nicht - Simbabwe zählt zu den Ländern mit der härtesten Pressezensur der Welt, ausländische Medien sind verboten. |
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