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Sieben neue Todsünden
Geschrieben von Clarice   
Donnerstag, 20. März 2008

Image Die Folgen der Globalisierung


Der Vatikan nennt nach 1500 Jahren der Regelbeständigkeit sieben neue Todsünden:

  1. Handel und Konsum von Drogen
  2. Missbrauch von Kindern und Jugendlichen
  3. Umweltverschmutzung
  4. Abtreibung, weil sie die "Würde und Rechte der Frauen verletzt"
  5. Genmanipulation
  6. Profitgier, die andere Menschen in die Armut treibt
  7. Exzessiver Reichtum.
Wer eine Todsünde begeht, wird nach der alten christlichen Lehre in der Hölle landen - außer, er geht zur Beichte und bereut seine Taten wirklich. Diese Androhung scheint die Gläubigen allerdings nicht sehr zu beunruhigen: In Italien gehen laut Bischof Girotti, der die modernen Todsünden verlesen hat, 60% der Katholiken nicht mehr zur Beichte.

Die alten Todsünden - Stolz, Geiz, Neid, Zorn, Wollust, Völlerei und Faulheit - gelten selbstverständlich nach wie vor.

 
Der fünfte Jahrestag des Irakkriegs
Geschrieben von Clarice   
Mittwoch, 19. März 2008

Image US-Präsident verteidigt den Einsatz im Irak

Am 19. März 2003 begann mit einem Angriff auf Bagdad der Irakkrieg. Seitdem sind 150.000 irakische Zivilisten und 43.000 US-Soldaten ums Leben gekommen, dennoch verteidigt Präsident Bush seine Politik und warnt seinen Nachfolger / seine Nachfolgerin, den Einsatz bald zu beenden. Dies würde ein Vakuum schaffen, "in dem Terroristen und Extremisten Unterschlupf finden und zur Verbreitung von Chaos und Gewalt nutzen könnten. Der Irak würde im Chaos versinken."
Insgesamt sieht Bush die Zeit im Irak sehr positiv. Die Truppenverstärkung letztes Jahr habe große Erfolge erzielt und die Tür für einen "strategischen Sieg" gegen Terroristen geöffnet. Andernfalls hätten die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Sunniten und Schiiten "die Ausmaße eines Völkermords erreichen können".
Aufgrund der Erfolge des letzten Jahres werden bis Juli 20.000 US-Soldaten das Land verlassen haben, sodass "nur" noch 140.000 dort stationiert sein werden.
Mit der Unterstützung seines Volkes sollte Bush jedoch nicht rechnen - Umfragen zufolge ist die Mehrheit der Bürger klar gegen den Irakkrieg, was sich auch in den Kongresswahlen vor eineinhalb Jahren niedergeschlagen hat, wo die Demokraten zum ersten Mal eine Mehrheit erreichen konnte.
Bei den aktuellen Präsidentschaftswahlen ist das Thema eher in den Hintergrund gerückt.

 
Provider sollen künftig Kunden überwachen
Geschrieben von Clarice   
Sonntag, 16. März 2008

Image Musikindustrie will Raubkopierern den Internetzugang sperren


Was Frankreich für 2008 plant, soll bald in der ganzen Welt die Regel werden: Provider überwachen, was ihre Kunden im Netz treiben. Lädt sich ein Kunde einmal eine Raubkopie herunter, gibt es eine Verwarnung, beim zweiten Mal eine kurze Sperre und beim dritten Mal wird der Vertrag gekündigt. Der Weltverband IFPI will nun eine EU-Regelung erzwingen. Beim deutschen Bundesrat hatte er bereits Erfolg: Am Freitag wurde „neuen Regulierungsmaßnahmen“ zugestimmt.

Die Filtertechnik, die angewandt werden soll, ist dabei alles andere als perfekt. Dienste wie Bittorrent müssen schließlich nicht zu illegalen Zwecken verwendet werden, „Audible Magic“ erkennt hier aber keinen Unterschied.

Wie sehr sich die Provider nun dem Druck der Musikindustrie beugen, bleibt abzuwarten. Allerdings ist es tatsächlich so, dass Extrem-Tauschbörsennutzer die Konzerne mehr Kosten als Einnahmen verursachen. 1&1 hat vor einiger Zeit Vielsaugern sogar eine Prämie von 100€ geboten, damit sie den Vertrag kündigen.
Ob es allerdings billiger wird, den Forderungen der IFPI nachzukommen, ist eine andere Frage.

 
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